Verlorener Zwilling und

vorgeburtliche Zeit

Wie aktuelle Forschungen aus der pränatalen Psychologie, der Embryologie und der Neurobiologie zeigen, scheint die These der sogenannten infantilen Amnesie überholt. Auch wenn Erinnerungen der Embryonalzeit und Geburt nicht bewusst abrufbar sind, weil sie nicht im frontalen Cortex gespeichert werden, sind sie in subkortikalen Strukturen, im Frontallappen des Gehirns hinterlegt. Wie aus der Traumaforschung bekannt ist, vermag eine Kontrollinstanz im Kerngebiet des Temporallappens, die Amygdala, die Weitergabe von Informationen an das Großhirn zu blockieren und verhindert dadurch die Speicherung eines Geschehens als abrufbare Erinnerung.

Bis zur Entwicklung des Sprachbewusstseins ist dieser Vorgang in der Regel bei den meisten Menschen natürlich und normal, also nicht notwendigerweise an ein traumatisches Geschehen gebunden. Alle Erinnerungen des vorsprachlichen Lebens, und dazu gehört auch die vorgeburtliche Zeit, werden somit nicht im expliziten Gedächtnis, sondern im sogenannten Unbewussten, in subkortikalen Strukturen gespeichert.Von dort haben sie Auswirkungen auf unseren Charakter und unsere Lebensmuster und sind durch sensorische Reize als Emotionen, deren Ursache man nicht erkennt, („Ich verstehe gar nicht, warum ich so traurig bin, eigentlich geht es mir gut“ , „ich weiss gar nicht, warum mich das jetzt so wütend macht…“ etc.) triggerbar.

Dieses Aufstellungsseminar bietet eine individuelle Reise in die vorgeburtliche Zeit mit möglichen Auswirkungen, welche das emotionale Verhalten der schwangeren Mutter, ihr Erleben, ihre Beziehung zum Vater oder auch versuchter Schwangeschaftsabbruch oder Zwillingsverlust auf das Ungeborene haben kann.

Seminartag Seminar findet statt am
Samstag – 09:30 bis 19 Uhr 17. August 2019
25. Januar 2020
28. März 2020
23. Mai 2020

Preis:

150,00 Euro (keine MwSt., da therapeutische Gruppe im Sinne der Heilkunde)