Homöopathie
Die Homöopathie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann begründet.
Sein Prinzip, das auf der Forderung beruht, Ähnliches mit Ähnlichem (griechisch: homoios = ähnlich und pathos = Leiden) zu heilen, ist schon von Aristoteles überliefert.
Hahnemann entdeckte dieses Prinzip durch zahlreiche Versuche, auch Selbstversuche, indem er beim gesunden Menschen durch die Gabe bestimmter Stoffe pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Herkunft genau die Krankheitssymtome hervorrief, die durch das gleiche Mittel wieder geheilt wurden.
Heute sind etwa 2000 homöopathische Mittel bekannt, die in Tropfenform, als Tabletten oder als Globuli aus Milchzucker stark verdünnt verabreicht werden. Durch eine ausführliche Befragung des Patienten, auch nach Vorlieben, Gewohnheiten und Gefühlen (Repertorisetion), kann der Therapeut das notwendige Mittel finden.
Wirbelsäulenbehandlung nach D. Dorn
Die Methode Dorn ist eine Wirbel- und Gelenktherapie, die dem Einrenken von Gelenken der Chiropraktik vergleichbar ist.
Es handelt sich hier jedoch um eine sanfte Erfahrungsheilweise, die auf volkstümlicher Überlieferung beruht. Sie wurde erst in letzter Zeit durch fundierte medizinische Studien und Fallbeispiele als alternative manuelle Heilweise anerkannt.
Der Therapeut tastet am stehenden und sitzenden Patienten die Wirbelsäule vom Steißbein bis zum Kopf ab, indem er mit den Händen rechts und links der Wirbelsäule entlang gleichmäßig Druck auf die Muskulatur ausübt und unsymmetrisch verschobene Wirbel ausgleicht. Währenddessen schwingt der Patient das gegengleiche Bein oder den gegengleichen Arm leicht hin und her oder wendet den Kopf. Die Regulation erfolgt also in Bewegung.
Durch gezielte Griffe am Fuß-, Knie- oder Hüftgelenk des liegenden Patienten vermag der Therapeut einen Beckenschiefstand zu korrigieren. Gerne wird die Dorn-Behandlung mit einer speziellen Massage, der Breuß-Massage mit Johanniskrautöl, abgeschlossen. Da die Behandlung über die Reflexzonen und Nervenbahnen auch die inneren Brust-, Bauch- und Beckenorgane beeinflusst, hat sie ein weites Behandlungsspektrum.
Phytotherapie
Phytotherapie bedeutet Pflanzenheilkunde. Man geht davon aus, dass die Pflanzenheilkunde mit der Entwicklung des Menschen begann und schon in Urzeiten ein gebräuchliches Heilverfahren war.
Jede Kultur kennt spezielle Pflanzen, die in ihrer Region wachsen und die heilwirksam eingesetzt werden.
Zur Behebung eines Leidens gibt es oft viele verschiedene Pflanzen, während andererseits eine Heilpflanze häufig viele unterschiedliche Symptome lindert. Die Traditionelle Chinesische Medizin verwendet ebenso wie die ayurvedische Heilkunde eigene Pflanzen.
Pflanzen sind auch ein Ausgangsstoff in der Homöopathie, und Pflanzenextrakte finden als Aromaöle sowie bei Wasser- und Bäderanwendungen Verwendung. Man nutzt verschiedene Pflanzenteile wie Blüte, Blätter, Stängel, Wurzel, die verschiedenartige Wirkstoffe in unterschiedlicher Zusammensetzung enthalten und unterschiedliche Wirkungen erzielen.
Die Pflanzenextrakte werden zu alkoholischen Tropfen, Salben, Essenzen, Tinkturen, Teezubereitungen, Aromaölen, zu Pulvern, Tabletten und Dragees verarbeitet. Der korrekte pharmazeutische Name für die getrocknete Pflanze lautet Droge.
Artikel: Was sind Heilpflanzen
Orthomolekulare Medizin
Der Begriff „orthomolokular“ wurde 1968 von dem amerikanischen Biochemiker und zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling geprägt, der in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Science“ in einem Artikel seine Forderung von den richtigen Molekülen in den richtigen Mengen vertrat.
Diese Forderung liegt dem Therapieanspruch der orthomolekularen Medizin zugrunde: Der Mensch benötigt für einen reibungslosen Stoffwechsel etwa 45 verschiedene Nährstoffe.
Wer in welcher Menge welchen Nährstoff, also Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Amino-säuren, um nur die wichtigsten zu nennen, benötigt, ist individuell verschieden, hängt von Alter und Geschlecht, von den Lebensumständen und der Grunderkrankung des Betreffenden ab.
Mit dem wahllosen eigenmächtigen Einnehmen von Vitaminpräparaten, die in Super-märkten und z.T. über den Versand angeboten werden, hat die Orthomolekulare Medizin nichts zu tun. Sie basiert auf Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft, Biochemie, Zell- und Molekularbiologie, Physiologie, Allgemeinmedizin, Immunologie, Endokrinologie, Toxikologie, Allergologie und unterscheidet in Bezug auf Produkt und Dosierung zwischen Vorbeugung und Therapie.
Anwendungsgebiete sachgemäß richtig dosiert, unter therapeutischer Anleitung bei folgenden Vitamin- und Mineralmangelzustände, Immunschwäche, Herpes, Mykosen, Schlaflosigkeit, Haarausfall, brüchige Fingernagel, Hauterkrankungen, Mineralmangel durch Erbrechen, Durchfall oder übermäßiges Schwitzen, Störungen des Säure-Basen-Haushaltes, toxische Belastungen, Wundheilungsstörungen, Nierensteine, Herzerkran-kungen, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Pankreatitis, Stoffwechsel-störungen, Rheuma, Krebs, Osteoporose, Wechseljahresbeschwerden, Bronchial-asthma, Migräne. Zur Erhaltung der Gesundheit.
Die Erfolgsaussichten sind gut. Bei sachgemäßer, richtig dosierter Anwendung unter Aufsicht eines Therapeuten sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.



