Das systemische Aufstellen nimmt Bezug auf die sichtbaren und verdeckten Ordnungsmuster z.B. im Verhalten von Familienmitglie-dern, Kollegen am Arbeitsplatz. Aber auch drängende Probleme oder Themen können aufgestellt werden.
Das Aufstellen der eigenen Gegenwarts- oder Herkunftsfamilie, der beruflichen Situation oder das Aufstellen von Themen (z.B. Emotionen oder Probleme) nimmt Bezug auf die sichtbaren und auf die verdeckten Ordnungsmuster in dem entsprechenden System. So zeichnet sich z.B. ein Familiensystem durch vielfältige, vernetzte Beziehungen der Familienmitglieder untereinander aus. Bindungen bestehen zwischen Eltern, ihren Geschwistern, Kindern, Großeltern und ihren Geschwistern und ehemaligen festen Partnern der Eltern und zwar unabhängig davon, ob die betreffenden Personen leben oder schon gestorben sind.
Wenn ein Mitglied eines Familiensystems (oder auch mehrere Mitglieder) aufgrund von frühzeitigem Tod oder schuldhaftem Verhalten oder Trennung vergessen oder ausgegrenzt, also nicht gewürdigt wird, können schicksalhafte Verstrickungen der Familienmitglieder untereinander entstehen.
Dies zeigt sich z.B. in Verstößen gegen die Rangordnung, wenn sich Geschwister unter-einander ihren Platz streitig machen oder Vaters oder Mutters Platz einnehmen. Das natürliche Gefälle zwischen Eltern und Kindern ist dann gestört, die Ordnung von Geben und Nehmen befindet sich im Ungleichgewicht und nicht jeder steht an seinem ihm gemäßen Platz im Leben.
In solchen Situationen ist die Liebe gebunden, wie z.B. wenn ein Kind meint, für Vater oder Mutter Schweres tragen zu müssen und sich auf diese Weise liebend fühlt. Noch als Erwachsener ist der/die Betreffende in dieser kindlichen Liebe gefangen und nicht wirklich frei für einen ebenbürtigen Partner. Die Last des eigenen Schicksals an Mutter oder Vater zurückzugeben, empfindet der in solch kindlicher Liebe gefangene Erwachsene wie einen Treuebruch oder Verrat. Er kann nicht spüren, dass die Eltern selbst stark genug für ihr eigenes Schicksal sind und meint, ihnen zu helfen, obwohl er sich damit überfordert und Fremdes anmaßt.
Dies kann bei den Betreffenden zu psychischen oder körperlichen Krankheiten führen, zu Unfallneigung, Energiearmut, zu Partnerschaftsproblemen, zu Sinnverlust im Leben oder beruflicher Erfolglosigkeit.
Das vergessene Schicksal
Von großer Bedeutung und sehr großer Tragweite in seinen Auswirkungen ist das vergessene Schicksal eines Familienmitglieds, das meist mit einem Trauma verbunden ist.
Der Grund, warum dieses Schicksal vergessen wurde, ist in der Regel ein tiefer Schmerz, so dass das Vergessen eine Form der Schmerzbewältigung darstellt.
Ein solches Schicksal ist insbesondere der Kindbetttod. Dieses Ereignis kann bis über meh-rere Generationen wirken und ist besonders verhängnisvoll, wenn es tot geschwiegen wird, so dass das Kind, dessen Mutter bei seinem Tod starb und das von einer neuen Frau des Vaters aufgezogen wurde, im Irrtum über seine eigene Herkunft ist. Folgen davon, je nachdem welche weiteren Faktoren hinzutreten, können schwere Identitätsstörungen sein, die sich über emotionale Haltlosigkeit bis hin zu Selbstmord, über berufliche Erfolglosigkeit, Neigung zu Gewalttätigkeit bis hin zu Mord oder Missbrauch äußern können.
Vergessene Schicksale betreffen ebenfalls auf der Flucht zurück gelassene Familienmit-glieder, Gefallene oder auch die Kriegserlebnisse eines Kriegsheimkehrers, über die der Betreffende niemals gesprochen hat.
Ein vergessenes Schicksal ist die Existenz von unehelichen Kindern, von Halbgeschwis-tern, die auf die Mitglieder der Familie unbewusst wirken.
Zu den vergessenen Schicksalen gehört auch die Anmesie eines Opfers, welches durch das Vergessen seines eigenen Traumas den Kontakt zu sich verloren hat und mit einer irrigen bewussten Identität lebt, was sich an Erfolglosigkeit, finanziellem Scheitern und abhängigem Verhalten zeigen kann.
Leitung von Ganztagsseminaren (10.00 Uhr bis 18.00 Uhr) “Familienaufstellung”:
Eva Helle, Heilpraktikerin
Leitung eigener Aufstellungen seit Dezember 2002.
Veranstaltungsort:
Naturheilpraxis Eva Helle
Am Hochstand 12a
81827 München (Waldtrudering)
Tel.: 089-43 90 98 42
Fax: 089-43 90 98 43
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Honorar:
Euro 85.- pro Teilnehmer