Leber

Die Leber ist das größte Stoffwechselorgan des Organismus. Darunter versteht man, dass in der Leber die „Zutaten“ für alle Zellen im Körper „zubereitet“ werden: die Leber schlüsselt die Nahrungsbestandteile auf, welche vom Darm über die Pfortader zu ihr gelangen, und sie baut die Abfallstoffe, welche aus dem Zellstoffwechsel aller Körperzellen über das Blut zu ihr transportiert werden, ab. Es sind mehr als 400 Funktionen bekannt, die die Leber ausführt. Die sogenannten „Leberwerte“ geben nur Aufschluss über mögliche Krankheiten der Leber, über Schädigungen der Leber-zellen. Zuverlässige Aussagen über eine mögliche Funktionsschwäche der Leber, lange bevor sich etwaige Leberzellschädigungen nachweisen lassen, geben dies Werte iin der Regel nicht. Doch bei vielen Erkrankungen ist die Leber beteiligt. So können Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit in einer funktionsbe-einträchtigten Leber ihre Ursache haben.

Iris und Körperorgane

In der Neuzeit ist der ungarische Arzt Dr. Peczely als Wegbereiter der Augendiagnose bekannt. Im Jahr 1880 stellte er seine Erfahrungsberichte aus zwanzig Jahren Augendiagnose und davon ausgehender medizinischer Untersuchung bestimmter Organe und medizinischer Behandlung der Öffentlichkeit vor. Er nahm an, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Struktur und Zeichen in der Iris einerseits und Organstörungen im Körper andererseits bestand. Er fertigte die erste schriftliche Systematisierung dieser von ihm beobachteten Beziehungen an. So entwickelte sich die Irisdiagnose aus der Augendiagnose und wurde in den folgenden Jahrzehnten angewandt und weiter entwickelt.

In Deutschland setzten die Ärzte Dr. Emil Schlegel und Dr. Alfons Stiegele die Iridiagnostik ein. Weitere bekannte Vertreter aus der Frühzeit der Irisdiagnostik, die an der kontinuierlichen Fortentwicklung dieser Diagnoseform beteiligt waren, sind: Pastor Emanuel Felke und Pastorin Magdalene Madaus. Frau Madaus differenzierte die Irisfärbungen und stellte einen Zusammenhang zu genetischen Veranlagungen her.