Sauerstoffarmes und saures Blut und Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen entstehen, wenn z.B. das Blut die betreffenden Körperzellen nicht ausreichend versorgt, weil es zum Beispiel zu wenig Sauerstoff enthält oder zu sauer ist. Für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr ist eine gute Atmung, und das heißt, eine tiefgehende Atmung, wichtig. Stress führt in der Regel zu flachem Atmen, und psychische Traumen können Atmungsblockaden auslösen. Sowohl das regelmäßige Ausüben von Sport als auch Entspannungstechniken sind für eine gute Atmung förderlich. Saures Blut entsteht in Abhängigkeit von der Ernährung und wird vor allem von Kohlehydrat reicher Kost verursacht.

Gefäßverengung und Durchblutungsstörung

Wenn über Jahre und Jahrzehnte das Blut zu viele Fette und Giftstoffe mit sich führt und zu wenig Mineralstoffe, Vitamine und Sauerstoff, dann entstehen Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden, es kommt zur Arteriosklerose. Diese Ablagerungen verengen die Gefäße, so daß das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann. Auch kann die Fließeigenschaft des Blutes durch zu fette und Säure bildende Nahrung beeinträchtigt werden, so daß die roten Blutkörperchen sich aneinanderkleben– man spricht von der sogenannten „Geldrollenbildung“ –  und dadurch die Sauerstoffbindungskapazität sinkt.

Durchblutungsstörungen

Aber nicht nur bei angespannter Muskulatur können Durchblutungsstörungen entstehen, auch durch eine chronische Gefäßverengung, die nicht durch Druck von außen, sondern in Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden ihre Ursache haben, weil dadurch das Lumen verkleinert und somit die Blutmenge verringert wird. In diesem Fall spricht man von Arteriosklerose oder Atherosklerose. Die Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden werden vornehmlich durch Cholesterin verursacht, durch das sogenannte LDL. Über eine fettfreie Ernährung lässt sich der Blutcholesterinspiegel leider entgegen landläufiger Meinung nur geringfügig beeinflussen, wird doch das LDL von der Leber produziert. Eine Einwirkung auf die Leber durch pflanzliche Lebermittel jedoch regt die Erneuerung der Leberzellen an und kann den Leberstoffwechsel wieder regulieren.

Rote Blutkörperchen

Wie sauerstoffhaltig Blut ist, oder ob eine Blutarmut (Anämie) vorliegt, lässt sich über das Blutbild, das sogenannte kleine Blutbild, erkennen. Für diese Bestimmung sind folgende Werte relevant:

  1. Erythrozytenanzahl (rote Blutkörperchen)
  2. Hämoglobin
  3. Hämatokrit
  4. MCV
  5. MCH
  6. MCHC

Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, sagt ihre Anzahl etwas über den Sauerstoffgehalt des Blutes aus. Das Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, an welchem die Sauerstoffmoleküle angebunden sind. Ein niedriger Hämoglobinspiegel bedeutet also eine verminderte Möglichkeit, Sauerstoff zu binden (Sauerstoffbindungskapazität). Der Hämatokritwert spiegelt die Viskosität des Blutes wider, d.h., das Blut muss gute Fliesseigenschaften haben, darf also nicht zu fest sein, damit alle Zell-Nahrungsbestandteile, insbesondere der Sauerstoff, ans Ziel kommen. Das MCV sagt etwas über die Größe des Erythrozyten aus und damit über die Bindungskapazität von Sauerstoff und MCH gibt Aufschluss über den Hämoglobingehalt der Gesamt Erythrozyten, MCHC misst den Hämoglobingehalt des einzelnen Erythrozyten.